Gesellschaft und Kind

Herzensmenschen

Beschissen, aber nicht hoffnungslos. Das beschreibt die momentane Situation wohl am besten. Keine Klausur bestanden, die Hausarbeiten wollen auch nicht so richtig voran gehen. Lotte und ich schlafen pro Nacht selten mehr als vier Stunden, dank den sechs Zähnen, die Madame noch immer bekommt. Der Papa hat schon den dritten Monat Nachtschicht und ich weiß vor lauter Arbeit nicht wo mir der Kopf steht.

Und gerade in dem Moment in dem ich da sitze und einfach nicht mehr kann, ruft eine Freundin an, die ich die letzten Monate nicht gesehen habe (weil ich ständig absagen musste weil Lotte krank war). „Du, deine Mutter ist doch Freitag um die Mittagszeit daheim? Sie würde Lotte nehmen. Du kommst zu mir und ich koche uns was Leckeres.“

Seit ich Mutter bin, sind meine Sozialkontakte quasi nicht mehr existent. Das ist wahrscheinlich etwas, das so ziemlich alle jungen Eltern kennen.

„Ich feiere am Freitag ab zehn Uhr in meinen Geburtstag rein, kommst du?“

„Wir wollen am Montag Abend Cocktails trinken gehen. Hast du Zeit?“

„Wir wollten morgen zum Mittagessen Sushi essen gehen. Du kannst die Kleine ja mitbringen.“

Manchmal frage ich mich ja wirklich, wann die Zeit kommt, wo man sich einfach mal zum spazieren gehen trifft. Oder nachmittags in der Eisdiele. Da ich aber mit vermutlich großem Abstand die erste in meinem Freundeskreis bin die Kinder bekommt, wird das wohl anfangen wenn meine Kinder aus dem gröbsten raus sind und ich gerne mal wieder Freitags abends in einen Geburtstag reinfeiern würde.

Und bis es soweit ist, gehe ich halt Freitag Chili essen.

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